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DAO DROSTE
Die Schöpferin der One World Award Statue Kosmopolitin, Taoistin, freischaffende Künstlerin (Malerei, Plastik, Installation und Videokunst), ehemalige promovierte Chemikerin. Der internationale Durchbruch gelang ihr mit ihrer Bodeninstallation "Openmindedness" aus 500 Tongesichtern. Die OWA Statue besteht aus Dao Drostes typischem weiblichen Torso. Er verkörpert die lebenspendende Kraft von "Mutter Natur". Die Erde wird als flaches Relief dargestellt, das den Torso mittig durchdringt, und dadurch von ihm getragen wird. Die farbigen Flächen der Kontinente, Ozeane und blaue Streifen laufen über die Figur und verbinden alles zu einer Einheit - Ausdruck des Einklangs des Menschen mit der Erde: Globalisierung in Verantwortung.
Eigentlich wollte Dao Droste immer Künstlerin sein. Aber als sie Abitur machte, war Krieg in Vietnam, und ihr Land brauchte keine Künstler. Also ging sie, eine junge Frau ohne Deutschkenntnisse, nach Deutschland, absolvierte ein Chemiestudium in Stuttgart und Heidelberg und war nach dem Examen "so traurig, nicht mehr geprüft zu werden", dass sie gleich noch promovierte – mit Auszeichnung. Und erst 15 Jahre nach ihrer Ankunft im niedersächsischen Lüneburg begann sie, sich ihrer eigentlichen Passion zu widmen: Installationen, Skulpturen, Gemälden. In Eppelheim in der Nähe von Heidelberg eröffnete sie ein Atelier, dessen 25-jährige Existenz sie bald feiert.
"Der Weg" bedeutet ihr Vorname. Und er passt wunderbar zu dieser zarten Frau. Sie ist Taoistin, überzeugt davon, "dass man das annehmen muss, was da ist und in jedem Moment voll da sein muss, ohne an das zu denken, was als nächstes kommt". Und immer offen sein für Balance, Ausgleich und die eigene Intuition. "Open-Mindedness" heißen die streng zu Gruppen komponierten und doch ganz individuellen Gesichter, mit denen sich Dao Droste seit 1999 international einen Namen gemacht hat.
Nicht nur in ihrem Wesen, auch in ihren Werken, die in renommierten öffentlichen und privaten Sammlungen zu sehen sind, werden die fernöstlichen Wurzeln spürbar. Während ihre Familie heute über vier Kontinente verstreut ist, bleibt Vietnam die spirituelle Heimat der Künstlerin. Aber was heißt Heimat? Sie selbst bezeichnet sich als Kosmopolitin und weiß: "Ich kann nur mit dieser Haltung leben".
Quelle: Nicole Heß (Stadtmagazin MEIER, October 2007)
www.daodroste.de
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